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Wer sind wir?

Die studentische Hochschulgruppe MUN Jena, welche im November 2007 in der neuen DGVN-Hochschulgruppe aufgegangen ist, setzt sich ebenfalls interdisziplinär aus Studierenden der Fakultäten der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Philosophie zusammen. Seit September 2004 beschäftigt sie sich mit der Funktionsweise der Vereinten Nationen. Höhepunkt der Arbeit bildet dabei das Entsenden einer Delegation zum WorldMUN. Nach dem Besuch der Konferenzen in Edinburgh 2005 und Peking 2006 konnten wir zum nunmehr dritten Male als Delegation der Friedrich-Schiller-Universität Jena teilnehmen. Unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Klaus Dicke, Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena und mit der Unterstützung durch Prof. Dr. Manuel Fröhlich, Juniorprofessor am Institut für Politikwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena, vertraten wir im Jahre 2007 in der europäischen UNO-Hauptstadt Genf (Schweiz) vom 26.3. bis 30.3. die Interessen der Republik Panama.

2008 wird WorldMUN in Puebla (Mexico) vom 24.-28. März stattfinden. Auch dafür wollen wir wieder eine diplomatisch schlagkräftige Delegation aus Studenten unserer Universität aufstellen. Einzelheiten zum Bewerbungsverfahren erfahrt ihr unter der Rubrik "WorldMUN", "Bewerbung" auf dieser Homepage.


Was machen wir?

Der nachfolgende Text behandelt die Erfahrungen der Jenaer WorldMUN-Delegation 2007 in Genf.

Um erfolgreich am WorldMUN teilnehmen zu können, bedarf es intensiver Vorbereitungen, die schon weit vor der eigentlichen Konferenz beginnen.So startete der Bewerbungs- und Auswahlprozess jener Studenten, die nach Genf entsendet werden sollten, Anfang November 2006. Im Vergleich zu den Vorjahren konnten wir die Delegation von acht auf zehn Personen vergrößern und unsere Gruppe um zwei studentische „Faculty Advisor“ zur organisatorischen Unterstützung erweitern.

Neben der theoretisch-praktischen Vorbereitung nahm auch die organisatorische Arbeit einen hohen Stellenwert ein. Vorab gegründete Arbeitsgruppen beschäftigten sich selbständig mit Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising, Transport und der Vorstellung der Gruppe im Rahmen des „Global Village“ in Genf. So konnten wir uns intensiv auf die inhaltlich-theoretische Vorbereitung konzentrieren. Diese begann mit dem Einüben der „Rules of Procedure“, die den Ablauf der Diskussion in den Gremien detailliert regeln. Nach der Bekanntgabe des Landes, welches wir als Delegation vertreten sollten, beschäftigte sich die Gruppe mit der Recherche, um sich ein genaues Bild von den panamesischen Interessen und Positionen zu verschaffen. Nur so konnten wir so realitätsgetreu wie möglich „unseren“ Staat repräsentieren. Zusammengefasst durch „Fact Sheets“ und „Position Papers“ waren die Informationen jederzeit während der Konferenz verfügbar.

In Genf konnten wir bei der „Global Village“-Veranstaltung am ersten Abend unsere Hochschulgruppe und die Friedrich-Schiller-Universität vorstellen und so in lockerer Atmosphäre erste Kontakte zu anderen Studenten knüpfen. Die Arbeit jedes Gruppenmitgliedes in den Komitees wurde ergänzt durch das Rahmenprogramm, welches die École Politechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) ausrichtete. Unter anderem lernten wir während eines Besuches in Lausanne die Universität der Organisatoren kennen und erhielten so einen Einblick in das Schweizer Universitätssystem. Auch die Präsentation des Alumni-Projektes der WorldMUNs, welches in Genf ins Leben gerufen wurde, stieß auf großes Interesse unsererseits. Mittels dieser Alumni-Plattform ist es den ehemaligen Konferenzteilnehmern möglich, sich auszutauschen. Dadurch ist es von nun an leichter, über die Konferenz hinaus mit den Teilnehmern in Kontakt zu bleiben. Dank der gelungenen Kombination aus Komiteearbeit und Rahmenprogramm konnten wir einen Teil der 1650 Studenten aus über 40 Ländern näher kennen lernen. Dieser Austausch stellte für jeden Einzelnen eine persönliche Bereicherung dar und eröffnete uns neue Perspektiven im Verständnis gegenüber anderen Länder und deren Positionen.

Da unsere Tagungen selbst nur einen Steinwurf von verschiedenen internationalen Organisationen wie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), dem Hohen Flüchtlingskommissar/iat der UN (UNHCR) und dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes (ICRC) statt fand, hatten wir in den letzten Tagen unseres Aufenthaltes Zeit, auch einmal Bodenfühlung mit der Praxis internationaler Organisation aufzunehmen.
Ein besonderer Höhepunkt stellte dabei der Besuch des Hauptgebäudes des UNHCR dar, bei dem wir nicht nur das Gebäude besichtigten konnten, sondern auch die Möglichkeit hatten mit Mitarbeitern des UNHCR ins Gespräch zu kommen. Ursula Aboubacar und Michel Gaudé unterstehen dem Department of Operations und koordinieren die Aktivitäten des UNHCR in den Regionen West- und Zentralafrika. Somit hatten wir die einmalige Möglichkeit über Informationen zu Flüchtlingssituationen in spezifischen Regionen hinaus, praktische Erfahrungen aus erster Hand zu erhalten.  Durch die Besichtung des Museums des Internationalen Roten Kreuzes konnten wir mehr über die Geschichte dieser Nichtregierungsorganisation lernen und wurden auf ihre wichtige Rolle innerhalb der internationalen Gemeinschaft aufmerksam gemacht. Gerade die Aktivitäten in den Tagen nach der Konferenz haben uns noch einmal vor Augen geführt, welchen Einfluss auch das Engagement eines jeden Einzelnen im internationalen Rahmen entfalten kann und gaben uns zusätzlichen Antrieb für die Arbeit in der Hochschulgruppe MUN (DGVN-Hochschulgruppe) Jena.

 


 

 

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